Internationales Jahr der nachhaltigen Energie für alle
Wir schreiben das Jahr 2012 und noch immer haben 1,6 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu Strom und mehr als 2,4 Milliarden Menschen sind abhängig von traditioneller Biomasse, wie Holz, zum Kochen und Heizen. Grund genug für die Vereinten Nationen, 2012 zum „Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle“ zu erklären. Dadurch erkennen die Vereinten Nationen die Bedeutung des Zugangs zu Energie für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung an und unterstützen die Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele.
Finden Sie alle Informationen über die Initiative und ihre Ziele auf der Website der Vereinten Nationen: sustainableenergyforall.org.

Power to the People
Wir brauchen mutige Maßnahmen, um die Probleme der Welt lösen. Deshalb konzentriert sich der WFC auf die Förderung von erneuerbaren Energien sowie auf einen schnellen Umstieg auf effiziente Energieerzeugung und effizienten Energieverbrauch.
Gerade in Afrika gibt es große Herausforderungen, aber auch große Chancen. Allein dort leben 650 Millionen Menschen ohne Zugang zu Elektrizität. Bis heute sind 80 Prozent der afrikanischen Bevölkerung für ihre Energieversorgung von Holz oder Holzkohle abhängig. Krankenhäuser, Schulen und Privathaushalte müssen ohne elektrisches Licht und Strom auskommen. Ein ernstes Entwicklungshindernis – und eine große Chance, falls es gelingt, weite Teile Afrikas von Anfang an mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
Nachhaltig und dezentral produzierter Strom birgt neben den ökologischen und ökonomischen noch andere Vorteile: Durch eine dezentralisierte Stromerzeugung wird die Bevölkerung selbst zum Marktteilnehmer und unabhängig von Konzernen. „Power to the People“ also – ein starkes Leitbild für uns hier beim World Future Council im Jahr 2012.
Unsere Arbeit in Afrika

Globale Plattform: African Renewable Energy Alliance
Die African Renewable Energy Alliance [AREA] ist eine globale Plattform für Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zum Austausch von Informationen, Strategien, Technologien und finanziellen Mechanismen für die Einführung erneuerbarer Energien in Afrika. Auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene spielt AREA eine katalytische Rolle bei der Förderung von Wissenstransfer und internationaler Zusammenarbeit.
Gegründet in Äthiopien im Oktober 2009 vom World Future Council, umfasst dieses mitgliedergesteuerte Netzwerk rund 700 Mitgliedern aus 70 Ländern. AREA-Mitglieder tauschen Informationen, Wissen und Erfahrung über eine Online-Plattform und monatliche Telefonkonferenzen aus. Zudem treffen sie sich auf internationalen AREA-Konferenzen und -Workshops und präsentieren ihre Positionen in relevanten Foren.
Bitte besuchen Sie area-net.org mit Service in Englisch, Französisch und Portugiesisch.

"Afrika hat die großartige Möglichkeit, eine ölbasierte Wirtschaftsentwicklung zu überspringen, wenn weite Teile des Kontinentes von Anfang an mit erneuerbaren Energien versorgt werden."
Ansgar Kiene, Direktor Afrika, WFC; Koordinator, AREA
"Der afrikanische Kontinent leidet bereits jetzt sehr unter den negativen Auswirkungen des Klimawandels. Es ist eine große Herausforderung, nachhaltige Substitute für Holz und Holzkohle zu finden, um die Abholzung der Wälder zu verhindern. Darum ist erneuerbare, dezentralisierte Energieproduktion absolut essentiell für eine nachhaltige Entwicklung. Das Wissen und der Informationsaustausch, den AREA ermöglicht, wird uns helfen, die besten Politiken zu finden, um dieses Ziel zu erreichen."
Wisdom Ahiataku Togobo,
Leiter der Erneurbaren Energien, Ministerium Energie und Strom, Ghana
"Erneuerbare Energien sind die Lösung, um Entwicklungsländer zu integrieren und ihre Energieressourcen zu diversifizieren. AREA muss gestärkt und unterstützt werden, damit eine Umgebung zum Vernetzen und der Austausch bester Politiken und wirtschaftlicher Integration entstehen."
Elisabeth Thabethe,
Stellvertretender Minister für Industrie und Handel, Südafrika

Post-Kyoto-Ära: Klimawandel in Afrika
Das Kyoto-Protokoll endet 2012. Auch darüber hinaus benötigen wir Rahmenbedingungen für den Klimaschutz. Die Konferenz „Climate Finance & Carbon Markets Africa“, die vom 24. bis zum 25. Januar mit Unterstützung des WFC in Johannesburg, Südafrika, stattfinden wird, widmet sich diesen Herausforderungen. Im Fokus stehen besonders die Ergebnisse von COP 17 und deren Bedeutung für den afrikanischen Kontinent, der bereits jetzt stark unter den Folgen des Klimawandels leidet.
Unser Afrika-Direktor, Ansgar Kiene, wird im Rahmen der Veranstaltung Finanzierungsmöglichkeiten für die Einführung erneuerbarer Energien präsentieren. Wir sind überzeugt: Afrika birgt enormes Potential für die neuen Technologien, dieses gilt es nun sichtbar zu machen und zu nutzen.
Für detaillierte Informationen besuchen Sie "Climate Finance & Carbon Markets Africa".
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